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DGfM bestätigt Vorstand und fordert technologieoffene Wohnungsbaupolitik mit Stärkung regionaler Investitionskraft

Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e. V. (DGfM) hat auf ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung in Berlin ihren Vorstand turnusgemäß neu gewählt.

Dr. Hannes Zapf wurde auf der Mitgliederversammlung der DGfM als Vorstandsvorsitzender bestätigt. Foto: DGfM

Dr. Hannes Zapf (Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.) wurde als Vorsitzender bestätigt. Ebenso Guido Runkel (Bundesverband Leichtbeton e.V.) als sein Stellvertreter.

Der Vorstand wird komplettiert durch Christian Bertmaring (Vorsitzender Bundesverband Porenbetonindustrie e.V.), Torsten Schoch (Vorstand Verband Bauen in Weiß e.V.) und Frederic Dörlitz (Vorsitzender Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.).

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung standen neben der Vorstandswahl die aktuelle Situation des Wohnungsbaus und die politischen Maßnahmen, insbesondere der „Aktionsplan zur Senkung von Baukosten“ des Bauministeriums vom Juni 2026.

„Mit 175.867 Wohneinheiten in neuen Gebäuden sind im Jahr 2025 fast 87.000 Wohnungen weniger fertiggestellt worden als im Durchschnitt der Jahre 2021, 2022 und 2023. Die veranschlagten Baukosten für Wohnungen in diesem Segment lagen 2025 um 13,2 Mrd. EUR unter denen von 2023. Die Wohnungsbaukrise hat neben der sozialen schon längst eine wirtschaftspolitische Komponente, denn Wohnungsbau ist regionale Wertschöpfung mit kommunalen Einnahmen bei Einkommen- und Umsatzsteuer“, analysiert Dr. Hannes Zapf.

„Wir befinden uns nicht nur in einer Wohnungsbaukrise, sondern auch in einer Krise der kommunalen Haushalte. Jetzt eine Bundesbaugesellschaft zu errichten, die dann auch noch überwiegend seriell Wohnungen bauen soll, verlagert Arbeitsplätze und Steuereinnahmen weit weg vom Investitionsort und verschärft diese Krise weiter“, so Dr. Hannes Zapf weiter. „Statt einem überregionalen großen braucht es die breite Mittelschicht als regionalen Investor. Bessere Abschreibungen, auch für selbstgenutztes Wohneigentum, könnten dafür starke, unbürokratische Anreize setzen.“

Unverständnis besteht beim DGfM Vorstand für die Fixierung auf eine Bauweise und einen Investor vor allem auch deshalb, weil die behaupteten generellen Vorteile des seriellen und modularen Bauens in der gebauten Praxis bisher nicht sichtbar sind. 

DGfM-Geschäftsführer Christian Bruch verwies dabei auf die jüngste Auswertung der Destatis-Fertigstellungszahlen 2025 durch die DGfM. „Serielles und modulares Bauen wird politisch häufig mit Kostenvorteilen verbunden. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch: Dieser Vorteil tritt keineswegs automatisch ein.

Die DGfM hatte zuletzt auf Basis der Fertigstellungszahlen des Statistischen Bundesamtes deutliche Kostenunterschiede zwischen den Bauweisen im Geschosswohnungsbau herausgearbeitet. Danach lagen mineralische Bauweisen aus Kalksandstein, Porenbeton und Leichtbeton 2025 erneut unter den veranschlagten Durchschnittskosten aller Geschosswohnungsbauten, während andere Bauweisen deutlich darüber lagen. Der Unterschied zwischen der wirtschaftlichsten Bauweise (Mauerwerk) und der teuersten (Holz-Fertigteile) macht im Geschosswohnungsbau gut 25 Indexpunkte aus.

Bei der Auswertung der ersten Vereinbarung des GDW zum seriellen Wohnungsbau musste das Bauministerium selbst feststellen, dass mit diesem nur in Ausnahmefällen geringe Kosten und Kostensicherheit verbunden sind. So entsprachen nur 20 Prozent der Projekte dem ursprünglichen Angebotspreis und 60 Prozent lag im Durchschnitt etwa 30 Prozent darüber.

„Wer bezahlbaren Wohnraum schaffen will, sollte daher Förderung und Maßnahmen an den Zielen und nicht an der Bauweise ausrichten.“ forderte Christian Bruch „Das Bauministerium läuft Gefahr, den Fehler des Heizungsgesetzes der Ampel durch die Vorgabe von Bauweisen beim Wohnungsbau zu wiederholen - ideologische Schmalspur statt technologische Autobahn.“