Wohnen bezahlbar machen – wie positioniert sich die Linke?
Der WOBT diskutiert die zentrale Frage, wie in Deutschland wieder mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann.
Die Linke macht den Mangel an bezahlbaren Wohnungen zu einem zentralen Thema ihrer politischen Agenda.
Von den 11 Vorschlägen unter der Headline „Bezahlbares Wohnen für Alle“ beschäftigen sich 10 Ideen mit der Situation von Menschen, die bereits eine Wohnung haben. Selbst beim einzigen Neubauvorschlag unter der Überschrift „Vorrang für den gemeinnützigen Wohnungsbau“ werden nicht etwa knappes Bauland, hohe Anforderungen, lange Genehmigungszeiten oder schlechte Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten angesprochen, sondern allein Eigentumsverhältnisse und Profite thematisiert.
Dort heißt es:
„Wir wollen die neue Wohngemeinnützigkeit zum Instrument machen für mittelfristig 30 Prozent gemeinnützige Wohnungen. Mit Steuerbefreiungen und Privilegierung bei Fördermitteln und öffentlichen Grundstücken wollen wir starke Anreize zur Beteiligung, zum Aufbau eines gemeinnützigen Wohnungsmarktsektors schaffen, in dem sich die Mieten an den realen Kosten orientieren und die Profite gedeckelt werden.“
Unser Realitäts-Check als DGfM:
Unstrittig ist, Deutschland fehlen hunderttausende Wohnungen – gerade im bezahlbaren Segment. Ohne Neubau wird diese Lücke nicht zu schließen sein. Aber 30 Prozent des Marktes mittelfristig als gemeinnützige Wohnungen, wo bisher mit 1 Million Sozialwohnungen nicht einmal 5 Prozent der Wohnungen preisgebunden sind? Das klingt eher nach Utopie als nach Realpolitik.
Haben wir mit unserer Analyse Recht? Wir sind gespannt, ob Ines Schwerdtner beim WOBT noch andere Vorschläge, insbesondere für mehr Neubau präsentiert.
Anmeldung zum digitalen Wohnungsbau-Tag am 26. März 2026 ab 13.00 Uhr