Wohnen bezahlbar machen – wie positioniert sich die SPD-Bundestagsfraktion?
Der WOBT diskutiert die zentrale Frage, wie in Deutschland wieder mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann.
In ihrem Beschlusspapier zur Jahresauftaktklausur im Januar 2026 widmet sich die SPD-Bundestagsfraktion unter dem Titel „Zusammen ist unsere Stärke“ auf Seite 3 auch dem Thema bezahlbarer Wohnraum:
„Vor Ort bedeutet aber vor allem eins: zu Hause. Nirgendwo sonst wird die Auswirkung von Politik so spürbar. Nur im Zusammenwirken von Politik, Wirtschaft, Vermieterinnen und Vermietern sowie Mieterinnen und Mietern können wir Wohnen wieder bezahlbar und attraktiv machen. Auch hier gilt: Zusammen ist unsere Stärke. Daher werden wir weiter daran arbeiten, dass mehr Wohnraum gebaut wird. Die Situation in Städten mit angespannten Mietmärkten werden wir durch ein größeres Wohnraumangebot verbessern. Dafür leisten wir Rekordinvestitionen in den sozialen Wohnungsbau, vereinfachen unsere Neubauförderung, haben im Dezember 2025 die Förderung von effizientem und klimafreundlichem Neubau in Höhe von 800 Millionen Euro an den Start gebracht und helfen mehr Menschen dabei, den Wunsch nach Wohneigentum zu verwirklichen. Daneben sorgen wir insgesamt dafür, dass Bauen einfacher, schneller und günstiger wird. Der Bau-Turbo wird dieses Jahr seine Wirkung entfalten. Zusätzlich reformieren wir das Baugesetzbuch, um Herausforderungen vor Ort besser lösen zu können. [….] Zusätzlich prüfen wir gemeinsam mit den Kommunen, wie sie mehr Bauland ausweisen können, um Grundstückspreise und damit Baukosten zu senken.“
Unser Realitäts-Check als DGfM
Die Beschreibung der Bedeutung politischer Entscheidungen für das eigene Zuhause ist vollkommen richtig und der Lösungsweg „Zusammen“ der richtige Ansatz. Ein Ansatz, wie ihn das Bündnis aus Mieterbund, Baugewerkschaft, Wohnungs- und Immobilienbranche; Bauhandwerk, Baustoff-Fachhandel und Mauersteinindustrie mit dem Wohnungsbau-Tag nun schon im 17. Jahr schmiedet.
Das Papier benennt die richtigen Themen. Mit dem energischen Einsatz der Parlamentarier die EH55 Förderung schon Ende 2025 aufzulegen, haben diese gezeigt, dass sie gewillt sind, ihre Vorhaben und Überzeugungen auch dann durchzusetzen, wenn die Regierung nicht den Mut dazu aufbringt.
Haben wir mit unserer Analyse recht? Wir sind gespannt, ob Dr. Matthias Miersch auch beim WOBT Vorschläge für den Neubau präsentiert, die inhaltlich oder zeitlich über das Regierungshandeln hinausgehen.
Anmeldung zum digitalen Wohnungsbau-Tag am 26. März ab 13.00 Uhr