Wohnen bezahlbar machen – wie positioniert sich Bundesbauministerin Verena Hubertz?
Der WOBT diskutiert die zentrale Frage, wie in Deutschland wieder mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann.
Bevor sich Bauministerin Hubertz Ende des Jahres 2025 in die Babypause verabschiedete, ließ sie sich vom “Handelsblatt” wie folgt zitieren:
„Der Deutschlandfonds, der derzeit im Wirtschafts- und Finanzministerium unter Beteiligung meines Hauses erarbeitet wird, kann ein Instrument sein, um Finanzierungen im Wohnungsbau zu erleichtern und privates Kapital zu mobilisieren. Wir schauen uns dort insbesondere Möglichkeiten an, wie der Bund Finanzierungsrisiken gezielt reduziert und so privates Kapital für Projekte mobilisiert, die heute an hohen Finanzierungskosten scheitern.“
Unser Realitäts-Check als DGfM
Am 18. Dezember 2025 wurde in Berlin der Deutschlandfonds vorgestellt. Der Bund stellt dafür öffentliche Mittel und Garantien in Höhe von rund 30 Mrd. EUR bereit. Damit sollen insgesamt Investitionen von rund 130 Mrd. EUR ausgelöst werden. Die KfW übernimmt die Koordination des Deutschlandfonds. Es sind drei Stufen geplant und erst für die letzte, die dritte Stufe heißt es:
„Im weiteren Verlauf werden weitere Instrumente markt- und bedarfsgerecht aufgesetzt. So ist auch im Bausektor die Mobilisierung von privatem Kapital wichtig für bezahlbares und nachhaltiges Wohnen in Deutschland. Daher hat die Bundesregierung gemeinsam mit der KfW einen Prozess gestartet, unter dem Dach des Deutschlandfonds ein neues Modul für den Wohnungsbau zu entwickeln. Dieses Modul soll die Situation am Wohnungsmarkt verbessern und private Investitionen in den Wohnungsbau forcieren.“
Die wichtigste soziale Frage der Zeit – das Wohnen – wird erst in der letzten Programmstufe einbezogen, obwohl große Erfahrungen bei der Förderung bestehen und der Finanzierungsbedarf für normalen Wohnungsbau im Basisstandard riesig ist? Wir meinen, da braucht es schnelleres, entschiedeneres Handeln!
Haben wir mit unserer Analyse recht? Wir sind gespannt, ob Bundesbauministerin Verena Hubertz beim WOBT erläutert, wie der Deutschlandfond schnell für den benötigten bezahlbaren Wohnungsbau nutzbar gemacht werden kann.
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