DIN 18195

DIN 18195 „Bauwerksabdichtungen“

Die sachgerechte und dauerhaft funktionsfähige Abdichtung der Bauteile gegen Feuchtigkeit ist von großer Bedeutung für die Vermeidung entsprechender Bauschäden und eine uneingeschränkte Qualität der Nutzung. Ausführungshinweise zur Abdichtung von Bauteilen aus Mauerwerk sind im Teil 2 „Konstruktion und Ausführung von unbewehrten Mauerwerk“ der DIN 1053 enthalten.

Grundsätzliche Regelungen zur Bauwerksabdichtung weist die DIN 18195 in den Teilen 1 bis 10 aus. DIN 18195 enthält aber nicht alle gebräuchlichen Abdichtungsverfahren und -materialen.

Unübersichtlich ist z. Z. auch noch die Regelwerksituation zu den Abdichtungsdetails im Sockelbereich, da hier die Schnittstelle zwischen den erdberührten Bauteilen und den luftberührten Außenwandbauteilen liegt. Daher befindet sich die DIN 18195 im zuständigen Normungsausschuss in Überarbeitung. In der Sitzung des Normenausschusses NA 005-02-13 AA im Juni 2009 wurde dazu beschlossen, den Bereich „Bauwerksabdichtung“ neu zu strukturieren. Die neue Normenstruktur ist im Bild 1 dargestellt. Für den Mauerwerksbau von hoher Bedeutung ist die DIN 18533.

Die Überarbeitung der Norm mit neu gegliederten Normenteilen (siehe Bild 14) wird noch längere Zeit in Anspruch nehmen; eine Fertigstellung wird im Jahr 2014 erwartet.

In einem Merkblatt der DGfM, das 2006 als Druckerzeugnis erschien, wurden bereits ergänzende Regeln unter Berücksichtigung des aktuellen Kenntnis- und Erfahrungsstandes speziell für Kellermauerwerk praxisgerecht mit Skizzen und Erläuterungen umgesetzt. Das Merkblatt zur Abdichtung erdberührter Bauteile wurde im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau e.V. von Herrn Prof. Dr.-Ing. R. Oswald, Aachener Institut für Bauschadensforschung und angewandte Bauphysik GmbH, erarbeitet. Es wurde in 2012 überarbeitet und inhaltlich erweitert. Es ist als „Merkblatt zur Abdichtung von Mauerwerk“ voraussichtlich Mitte 2013 in gedruckter und digitaler Form erschienen.

Nationale Normung Abdichtung
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